Weinfehler sind meistens technische Unsauberkeiten oder Probleme bei Lagerung und Handhabung, die den Geschmack und das Aroma eines Weins beeinträchtigen können. Häufige Weinfehler wie der Korkfehler (TCA), Essigstich, oxidative Veränderungen, zu dominante Schwefelnoten, Gerbstoffüberladung, Trübungen und Brettanomyces lassen sich mit etwas Übung erkennen und richtig einordnen.
Häufige Weinfehler und ihre Erkennung
Korkfehler (TCA)
Der Korkfehler zum Beispiel ist oft an einem muffigen und modrigen Geruch erkennbar, der an einen feuchten Keller oder nassen Karton erinnert. Geschmacklich wirkt der Wein flach und verliert an Frische. Tritt dieser Fehler auf, sollte man die Flasche am besten reklamieren, da der Wein so keinen Genuss bringt. Schraubverschlüsse können hier eine gute Alternative sein, denn sie sind weniger anfällig für diesen Defekt.
Essigstich
Ein weiterer häufiger Fehler ist der Essigstich. Er entsteht, wenn zu viel Sauerstoff in den Wein gelangt und Weinalkohol zu Essigsäure oxidiert. Charakteristisch sind der scharfe, essigartige Geruch und der saure Geschmack, der jegliche Frische raubt. Solche Weine sind nicht mehr genießbar und sollten nicht getrunken werden.
Oxidative Veränderungen
Oxidative Veränderungen zeigen sich oft durch braune oder orangefarbene Weine mit Aromen von getrocknetem Apfel, Nüssen oder Leder. Während diese Stilrichtung bei gewissen Weinarten gewollt sein kann, sind nicht oxidativ ausgelegte Weine davon negativ betroffen. Der beste Umgang ist, geöffnete Flaschen rasch zu kühlen und nicht stundenlang offen stehen zu lassen.
Weitere typische Weinprobleme
Übermäßige Schwefelnoten, die an Streichholz, Feuerstein oder faule Eier erinnern, können durch zu hohe Schwefeldioxid-Zugaben entstehen. Ein kurzes Belüften oder Dekantieren hilft oft, den Schwefel zu verringern, da er mit Sauerstoff reagiert.
Zu viel Gerbstoff, oft „grüne Tannine“ genannt, zeigen sich durch einen bitteren und strohigen Geschmack, besonders bei jungen Rotweinen. Dies ist kein eigentlicher Fehler, sondern ein Reifungsproblem. Tipp: Junge Rotweine nicht direkt zu kalt trinken, sondern Raumtemperatur und etwas Luft gönnen.
Trübungen im Wein entstehen durch Resthefe oder natürliche Sedimente und sind bei naturbelassenen Weinen häufig kein Fehler, sondern ein Qualitätsmerkmal. Anders sieht es bei unangenehm riechenden oder schmeckenden Trübungen aus, die auf Fehler hinweisen können.
Der Hefepilz Brettanomyces sorgt für ausgeprägte Aromen wie Pferdesattel, Band-Aid oder Leder. In kleinen Mengen ist das für manche Rotweine akzeptabel oder sogar erwünscht, in höheren Konzentrationen gilt es als Fehler.
Das Bewusstsein für diese Fehler macht Wein zu einem spannenderen Produkt, das es lohnt, bewusst zu verkosten und zu verstehen. So kann man besser entscheiden, ob ein Wein genussreif ist oder eben nicht. Bei Unsicherheiten unterstützt Weinbrudershop.de gern mit Beratung und einem Sortiment an zuverlässigen Weinen ohne Kork- oder Essigstich.
Probieren Sie verschiedene Weine, sprechen Sie mit Freunden oder Experten über ihre Erfahrungen und nehmen Sie weinfehler erkennen als Lernchance wahr, um Ihren Geschmack zu schärfen. So machen Weinabende noch mehr Freude.
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