Roséwein entsteht, indem rote Trauben nur kurz mit den Schalen in Kontakt kommen, wodurch der charakteristische rosa Farbton sowie zarte Aromen gebildet werden. Im Gegensatz zum Rotwein, bei dem die Maische lange mazeriert wird, dauert dieser Prozess beim Rosé nur wenige Stunden. Die Traubenschalen geben Farbstoffe und Gerbstoffe ab, die für die Farbe und den Geschmack verantwortlich sind.
Herstellungsmethoden von Roséwein
Die Herstellung von Roséwein erfolgt hauptsächlich auf drei Arten: Die Mazeration, das Saignée-Verfahren und die Direktpressung. Bei der Mazeration werden rote Trauben gepresst und der Saft bleibt nur kurz mit den Schalen in Kontakt, meist zwischen einigen Stunden bis maximal 48 Stunden. Diese Methode ist vor allem in Regionen wie der Provence und dem Loire-Tal beliebt. Sie ermöglicht einen Rosé mit feiner Farbe und fruchtigem Aroma. Je länger der Kontakt, desto intensiver die Farbe und Tannine – ein wichtiges Merkmal, um den Stil des Weines einzuschätzen.
Das Saignée-Verfahren, auf Deutsch „Ausbluten“, ist ein Nebenprodukt bei der Rotweinbereitung. Dabei wird ein Teil des noch nicht oder kaum gefärbten Mosts während der Maischezeit abgezogen. Dieser wird dann getrennt vergoren und ergibt einen Rosé, der oft mehr Körper und Struktur besitzt. Winzer nutzen diese Methode vor allem zur Konzentration des späteren Rotweins, gewinnen aber gleichzeitig einen eleganten Rosé mit klarer Frucht.
Die Direktpressung ist eine besonders schonende Technik: Die roten Trauben werden hier direkt gepresst, ohne dass der Saft längere Zeit mit den Schalen in Kontakt kommt. Das Resultat ist ein äußerst heller, leichter und frischer Rosé, ähnlich einem Weißwein. Diese Methode findet vor allem in Gebieten Verwendung, wo filigrane Weine geschätzt werden, zum Beispiel beim Beaujolais Rosé.
Die Bedeutung der Traubensorte
Die Wahl der Traubensorte spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Sorten wie Grenache, Syrah, Pinot Noir oder Tempranillo prägen den Charakter des Rosés. Grenache liefert zum Beispiel fruchtige und saftige Weine, während Syrah eher würzige und kräftigere Varianten bringt. Für die Herstellung ist stets die Qualität der Trauben wichtig: gesunde, reife Beeren sind die Grundlage für einen ausgewogenen und aromatischen Rosé.
Moderne Kellertechnik und Reife
Moderne Kellertechnik unterstützt den Winzer heute bei der präzisen Steuerung des Herstellungsprozesses. Temperaturkontrolle während der Gärung, schonendes Pressen und der Einsatz von Edelstahltanks sichern Frische und Reinheit. Manche Rosés erfahren auch eine kurze Reife im Holz, um dem Wein zusätzliche Komplexität zu verleihen.
Warum ist Rosé so beliebt?
Seine Vielseitigkeit macht ihn zum idealen Begleiter für zahlreiche Gerichte von Pizza über Salate bis hin zu Grillgut. Er verbindet die Frische eines Weißweins mit der Frucht eines Rotweins und bietet so eine angenehme Leichtigkeit, die besonders bei warmem Wetter geschätzt wird. Immer mehr Winzer investieren in Rosé, weil die Nachfrage wächst und Genießer diese flexible Weinart zu schätzen wissen.
Mein Tipp: Probieren Sie verschiedene Rosé-Weine aus unterschiedlichen Regionen und mit verschiedenen Herstellungsmethoden. So entdecken Sie spielerisch, welche Stilrichtung Ihnen am besten schmeckt und können Ihren Weingenuss noch bewusster erleben. Im Weinbrudershop finden Sie eine sorgfältig ausgewählte Rosé-Auswahl – vom zarten Sommerwein bis zum vollmundigen Begleiter fürs Essen.
Rosé ist mehr als nur ein Wein mit einer besonderen Farbe. Mit etwas Hintergrundwissen schmeckt jeder Schluck gleich besser, denn man erkennt Nuancen und Herstellungsdetails. Also beim nächsten Einkauf: Achten Sie auf die Herstellungsart und die Rebsorte und genießen Sie die Vielfalt, die Rosé zu bieten hat. Erfahren Sie auch mehr darüber, wie entsteht rosewein.
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