Roséwein zeichnet sich dadurch aus, dass die roten Trauben nur kurz mit den Schalen vergoren werden, wodurch er seine charakteristische Farbe und Aromen erhält. Die Dauer der Maischegärung bestimmt dabei Farbintensität und Geschmack – von zartem Lachsrosa bis zu kräftigem Himbeerrot. Für die Herstellung eignen sich viele Rebsorten, zum Beispiel Grenache, Syrah, Pinot Noir und Zweigelt, die jeweils unterschiedliche Frucht- und Würznoten mitbringen.
Vielfalt und Stilrichtungen des Roséweins
Ich selbst als Sommelière erlebe häufig, dass Roséwein oft auf leichte Sommerweine reduziert wird. Tatsächlich aber bietet Rosé eine große Bandbreite an Stilrichtungen: trocken und frisch oder auch fruchtbetont mit etwas Restsüße. Die richtige Wahl hängt davon ab, was man mag und zu welchem Anlass der Wein serviert wird. Trockenere Rosés aus der Provence etwa sind hervorragende Begleiter zu Salaten, Meeresfrüchten oder als Aperitif. Süßere Varianten wiederum passen gut zu Desserts oder schärferen Speisen.
Die Entdeckung unterschiedlicher Regionen
Die beste Methode, den passenden Rosé zu finden, ist das Probieren – am besten verschiedene Rebsorten und Herkunftsregionen entdecken. Die Provence gilt als die klassische Rosé-Region mit leichten, frischen Weinen voller roter Beeren- und Kräuternoten. Doch auch Spanien, Italien oder Deutschland bieten spannende Alternativen, die immer einen Versuch wert sind. Besonders faszinierend finde ich die wachsende Zahl an Natur-Rosés, die oft unfiltriert und mit eigener Handschrift daherkommen.
Die passende Kombination zum Essen
Rosé lässt sich vielseitig zum Essen kombinieren: Ob gegrillter Fisch, mediterrane Salate oder sogar asiatische Gerichte wie Sushi – ein lebendiger Rosé ergänzt viele Speisen perfekt, vorausgesetzt die Gerichte sind nicht zu schwer oder fettig. Dabei ist auch der Körper des Weins wichtig: Ein leichter, filigraner Rosé passt gut zu zarten Speisen, während ein vollerer Rosé mehr Präsenz etwa beim Grillabend bringt.
Tipps zum Kauf und Lagerung
Beim Kauf lohnt es sich, auf Qualitätsangaben wie AOP oder DOC zu achten. Guter Rosé muss nicht teuer sein – für den Alltag gibt es tolle Weine zwischen drei und zehn Euro. Wichtig ist zudem, dass Rosé jung getrunken wird, idealerweise innerhalb von ein bis zwei Jahren nach Ernte, um die Frische zu genießen. Nachhaltig produzierte Rosés liegen aktuell im Trend und überzeugen oft durch ausdrucksstarke Aromen.
Persönliche Empfehlungen
Meine persönlichen Empfehlungen für Einsteiger sind ein klassischer Provence-Rosé mit seiner frischen, zitronigen Art, ein spanischer Garnacha-Rosado mit kräftigen Brombeernoten, ein eleganter Spätburgunder-Rosé aus Deutschland und der italienische Cerasuolo d’Abruzzo mit ausdrucksstarken Kirscharomen.
Der Reiz am Roséwein liegt in seiner Vielseitigkeit und der Möglichkeit, immer wieder neue Facetten zu entdecken. Mein Tipp: Kaufen Sie ein paar verschiedene Flaschen, laden Sie Freunde ein und genießen Sie gemeinsam eine kleine Roséprobe. So lernen Sie herauszufinden, welches Profil Ihnen wirklich liegt.
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